„Die Selbstvergiftung der Seele“: warum aus Frust Ressentiment wird
„Die Selbstvergiftung der Seele“: warum aus Frust Ressentiment wird
14. August 202614.08.2026GEOPOLITIK ohne IllusionenHintergrundWarum wählen Menschen die AfD? Der Text nimmt den Frust ernst, führt ihn auf Gründe zurück und zeigt mit Max Schelers Begriff des Ressentiments von 1912, was daraus wird, wenn Kränkung keinen Ausweg findet: Sie sucht keine Abhilfe mehr, sondern Schuldige. Am Ende steht eine Frage, die man im Gespräch benutzen kann — will ich, dass es besser wird, oder dass es den anderen schlechter geht?
Zum BeitragInfo zur Quelle
Einzelstimme ohne Redaktion: Der Autor leitet das Hauptstadtbüro der Hanns-Seidel-Stiftung und schreibt hier privat.
2
Ressentiment
Ressentiment ist ein festgefahrener Groll, der keinen Ausweg gefunden hat. Wer ihn mit sich trägt, sucht keine Lösung mehr. Er sucht Schuldige.
Selbstvergiftung der Seele
Selbstvergiftung der Seele nennt Max Scheler einen Zustand, in dem Ressentiment vor allem dem Grollenden selbst schadet. Das Gift wirkt in dem, der grollt, nicht in denen, die er beschuldigt.
