Motiviertes Denken

Motiviertes Denken ist die Neigung, Informationen danach zu prüfen, ob sie zum eigenen Weltbild passen – nicht danach, ob sie stimmen. Wer eine Partei gewählt hat, zweifelt an Belegen gegen sie schneller als an Belegen für sie.

  • Die Kirche im Dorf

    Auf Substack stößt Stefan Weichelt auf ein Foto vom CSD mit gelber Hetzschrift, und als Bayer denkt er sofort an Feuerwehrkommandanten im Krankenschwesterkostüm · Er hielt einer AfD-Wählerin nur vor, was im Programm ihrer eigenen Partei steht. Keinen seiner Punkte bestritt sie – und blieb doch bei ihrer Wahl · Warum reicht Weichelt die DDR-Vergangenheit nicht mehr als Erklärung, wenn er sich die jungen AfD-Wähler im Osten ansieht? · Für alle, die in Kommentarspalten widersprechen und sich fragen, ob das überhaupt etwas bringt.

    „Eine Partei, die vom Gefühl des **Niedergangs** lebt, hat kein Interesse daran, dass es dir besser geht. Sie hat ein Interesse daran, dass du **glaubst**, es ginge dir schlechter.“

  • Nicht nur der Kandidat macht die AfD stark. Sondern das Gefühl, dazuzugehören.

    Wahltag in Mecklenburg-Vorpommern. Am Vorabend steht Sally Lisa Starken in Schwerin vor einem AfD-Plakat, und vorne darauf ist ein Mann abgebildet, der heute auf keinem Stimmzettel steht · Warum vergleicht Starken die Bindung an eine Partei mit Fußballfans, die auch dann ins Stadion gehen, wenn der Trainer schwach ist?

    „Menschen brauchen **Zugehörigkeit**. Und die **Demokratie** bietet sie vielen **gerade nicht**.“